Vom 23.-25. Mai 2026 verbrachte die Jungschar Birr mit 22 Kindern und 10 Leitern das Pfingstlager in Schwerzenbach am Greifensee. Auf den Spuren von Johannnes dem Täufer durften wir drei erlebnisreiche Tage gemeinsam verbringen.

Gestartet hat das Lager am Bahnhof Lupfig, wo wir Zacharias und Elisabeth, die Eltern von Johannes, getroffen haben. Bis heute verstehen wir noch nicht ganz, wieso Zacharias seinen Sohn nicht seinesgleichen benannt hat.
Angekommen in Stettbach, machten wir uns bei heissen Temperaturen zu Fuss auf den Weg zum Gruppenplatz. Unterwegs begegneten wir einem merkwürdigen Menschen, der im Fluss Jordan auf sich aufmerksam machte. Er forderte zur Umkehr auf taufte viele Menschen, unter ihnen war auch Jesus, der Messias. Und gerade als der Heilige Geist auf ihn herabkam, schwamm ein riesiger Fischschwarm an ihnen vorbei. Ein eindrücklicher Nebeneffekt.

Den Gruppenplatz mussten wir dann natürlich mit einem „Wildsoue“ einweihen. Bei diesem Spiel muss der Fänger, also die Wildsou, die anderen Spieler für drei Sekunden aufheben. Hat sie das geschafft, sind diese ebenfalls Fänger. Das Leiterteam konnte wie gewohnt die hartnäckigsten Kontrahenten der Wildschweine stellen.
Nach dem Bezug der Zelte und dem feinen Znacht hörten wir einen Imput, sangen gemeinsam Lieder und liessen den Abend am Feuer ausklingen. Wobei ausklingen lassen für einige Kinder bedeutet, möglichst viel Tannenkries auf das Feuer zu werfen und so eine möglichst hohe Flamme zu erzeugen.

Übernachtet haben wir in verschiedenen Variationen von Zelten im Wald. Zuvor haben wir noch kaum in einem Lager im Wald geschlafen, jedoch stellte es sich als die richtige Entscheidung bei diesem heissen Wetter heraus.
Mehr oder weniger ausgeruht, starteten wir nach dem Frühstück und den Ämtlis mit Workshops. Im Angebot standen Honiglöffel schnitzen, Liegestuhl bauen, Lederbändeli erstellen oder ein praktischer Input zum Leben in der freien Natur.

Vor dem Mittag machten wir uns auf zum Blitzstein, einem vom Blitz gespaltenen Stein oberhalb von Fällanden. Unterwegs sahen wir wieder Johannes den Täufer, der im Jordan die Menschen zur Umkehr aufforderte. Einige Passanten haben sich sogar angesprochen gefühlt und hörten ihm ebenfalls zu.
Weichgekocht und durchgeschwitzt kamen wir am Blitzstein an. Schon jetzt ging das Gerücht herum, dass wir angeblich noch im See schwimmen gehen werden. Zuerst jedoch grillierten wir unser Mittagessen und genossen die schöne Natur um den Blitzstein mit einer Bachwanderung, einem 15-14 oder einem Spikeball (Trampolin-Tennis).

Und auf einmal musste es schnell gehen, denn unten am See wartete das Kursschiff auf uns. Früh genug am Steg angekommen, sahen wir uns wieder der Frage ausgeliefert, ob wir nicht noch schwimmen gehen könnten, weil es ja so heiss war. Und zur Freude aller kühlten wir uns im Strandbad von Greifensee ab.

Zurück am Gruppenplatz wartete das zweiköpfige Küchenteam bereits mit dem Essen auf uns. Der letzte Abend hatte es dann nochmals richtig in sich. Gestartet hat es wie gewohnt mit Andacht und singen ums Feuer. Danach spielten wir das Bring-Spiel. Dabei geht es darum, den vom Spielleiter genannten Gegenstand möglichst schnell zu holen. Und wie aus dem nichts kam ein Anhänger von Johannes angerannt und schrie, Herodes liesse Johannes verfolgen und nun ist dieser weg. Und alle Kinder waren ausser sich. Ohne zu zögern, erklärten wir uns bereit dazu, den verschwundenen Johannes zu suchen.
Das gestaltete sich in einem wilden Geländegame, wobei die Kinder den Soldaten von Herodes ausweichen und rätselhafte Hinweise zum Aufenthaltsort von Johannes besorgen mussten. Ohne es zu bemerken, wurden die Teams der Kinder immer kleiner. Denn für die einen stand noch eine ganz andere Aufgabe bevor – die Namenstaufe.

Insgesamt wurden sieben Kinder und ein Leiter auf die Probe gestellt, und alle meisterten ihre Challenge bravourös. Als krönender Abschluss gab es ums Lagerfeuer Marshmallows und Guetzli, wobei die ersten Kinder bereits lieber ins Bett gehen wollten und dies natürlich auch tun durften.

Und schon stand der letzte Tag des Lagers an. Nach dem Frühstück sassen wir nochmals in den Kleingruppen zusammen und liessen das Lager, aber auch vor allem die Inputs nochmals revue passieren. Und dann hiess es aufräumen.
Zelt für Zelt wurde der Lagerplatz kleiner, und ohne zweimal zu Blinzeln, fanden wir uns am Bahnhof von Lupfig im Tschieiei wieder.

Das war das Pfingstlager der BESJ-Jungschar Birr, oder zumindest für die Kinder, denn für die Leiter begann das grosse Aufräumen. Dank externer personeller Unterstützung im automobilen, wie auch im kulinarischen Bereich, gestaltete sich aber auch das als eine gesegnete und äusserst lustige Zeit.

Chitto, Jungschileiter

Letzten Samstag hatten wir das Thema Wettlauf. Es war ein actiongeladener Nachmittag mit einem riesigen Feuer und einem Parcours um und sogar über unseren Gruppenplatz. Pyro von der Jungschar Wettingen hat uns mit Material und Fachwissen ausgeholfen und so konnten wir eine Seilbahn quer über unseren Gruppenplatz erleben. Pillar hat uns zudem etwas über die Wettkampf-Mentalität des Schwingersports erzählt und zum Schluss haben wir noch Schoggi-Bananen auf dem Feuer gemacht.

In der Andacht ging es, passend zum Jungschi-Programm um 1. Korinther 9,24/25: «Ihr wisst doch, dass an einem Wettlauf viele teilnehmen; aber nur einer bekommt den Preis, den Siegeskranz. Darum lauft so, dass ihr den Kranz gewinnt! Alle die an einem Wettkampf teilnehmen wollen, nehmen harte Einschränkungen auf sich. Sie tun es für einen Siegeskranz, der vergeht. Aber auf uns wartet ein Siegeskranz, der unvergänglich ist.»
Touchdown erklärte uns, dass Paulus diese Worte an die Kirche in Korinth richtete. Dort fanden die Isthischen Spiele statt, ein Wettkampf, bei welchem es tatsächlich nur einen Gewinner gab. Beim christlichen Glauben gibt es zwar nicht nur einen Gewinner aber wir sollen uns mit sportlichem Eifer um unseren Glauben kümmern, wie Sportler sich um ihren Körper kümmern. Und das schöne dabei: Wir laufen gemeinsam. Wir helfen einander dabei. Das ist Jungschi. Das ist Kirche.

Dies ist der erste Beitrag in unserem Jungschiblog. Da wir keine Personenbilder auf unserer Website veröffentlichen, bietet der Jungschi-Blog dennoch die Möglichkeit, unsere Jungschi nach aussen etwas nahbar zu machen. Wie oft wir hier etwas veröffentlichen ist noch ungewiss und wird vermutlich abhängig von Motivation und Ressourcen sein. Vielen Dank, dass du schon mal unseren ersten Blogeintrag gelesen hast.